Ich zeige es Dir gerne.

Das Internet ist voll von Fragen zum Pferdegewicht, Formeln zur Berechnung, Ratgebern uvm..
Seitdem ich mit meiner mobilen Pferdewaage unterwegs bin, sehe ich sehr viel, wie massiv die berechneten Werte von der Realität abweichen.
Besonders, wenn ein Pferd Muskeln auf oder auch abbaut, greift die Berechnungsmethode fast gar nicht.

Daher stelle ich die Frage so: „Kennst du das korrekte Gewicht deines Pferdes?
Nein?
Ich zeige dir schnell, warum es besser ist das exakte Gewicht deines Pferdes zu wissen.

Für den Tierarzt ist es vorteilhaft das Gewicht zu wissen, wenn beispielsweise Sedierungen vorgenommen werden müssen, wie z.B.: bei der jährlichen Zahnkontrolle.
Auch bei der Verabreichung anderer Medikamente sind genaue Gewichtsangaben sehr hilfreich. Denn in den meisten Fällen gibt man die Dosierung in Stück/g/kg pro 100 kg Lebensgewicht an. Gibt man dann zu viel, wirft man schnell mal einiges an Geld zum Fenster raus. Gibt man zu wenig, kann keine 100%ige Wirkung erzielt werden und so muss ggf. viel mehr Medizin gegeben werden, als nötig wäre!
Besonders bei kleinen Pferden/Ponys, Jungtieren und Fohlen sollte eine Überdosierung vermieden werden. Denn es kann auch passieren, dass sich der Tierarzt verschätzt.
Aus diesem Grund kann eine genaue Gewichtsangabe dem Arzt helfen und ggf. auch lebensrettend sein.

Viele Pferdebesitzer füttern gerne Müsli, Mineralfutter, Mash oder andere Ergänzungsmittel zusätzlich. Sie meinen es oft nur gut, doch in vielen Fällen wird genau dann überdosiert gefüttert. Packungsbeilagen und Fütterungsempfehlungen sollten stets beachtet werden! Ansonsten können sich ggf. auch körperliche Beschwerden einschleichen, wie z.B. Magen-Darm-Probleme. Besonders bei Rehe betroffenen Pferden oder Tieren mit anderen genetischen Erkrankungen, die auf die Ernährung zurückführen (bspw. EMS), sollte ein optimaler Ernährungsplan erstellt werden.
Aus diesem Grund ist es sehr wichtig zu wissen, wie schwer das betroffene Pferd ist.

Ein genaues Gewicht des Pferdes ist sehr hilfreich, wenn es darum geht, ein übergewichtiges Pferd auf Diät zu setzen oder ein sehr dünnes Pferd aufzupeppen.
Besonders bei Jungpferden, welche sich im Aufbautraining befinden, können durch die Gewichtskontrolle schnell die korrekten Ziele erreicht werden.
Ich empfehle in regelmäßigen Abständen, beispielsweise alle 6 Monate erneut zu wiegen.
So kann dann überprüft werden, ob das Pferd zugenommen hat oder an Gewicht verliert und man somit auf korrektem Weg zum Ziel ist.

Ein Pferdeanhänger wiegt im Schnitt zwischen 600kg und 850kg. Hinzu kommt dann noch das Gewicht von Trennwand, Gummimatten, Stangen und das ganze Equipment. Wenn man dann das Gewicht des Pferdes nur schätzt, kann es schnell passieren, dass die zugelassene Anhängelast oder das zulässige Gesamtgewicht von 2000kg überschritten werden. Besonders im Fall eines Unfalls kann es dann brenzlich werden, weil die Versicherungen nichts bezahlen wollen. Ich empfehle lieber die Vierbeiner einmal wiegen zu lassen, um einen genauen Überblick zu haben, wie viel Gewicht nun wirklich am Fahrzeug hängt. Denn dann greift auch der Versicherungsschutz im Falle eines Unfalls…

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